Es hat einen langen Weg hinter sich, das Licht, das am Sonntag, dem 14. Dezember zum Altar des Erfurter Mariendoms getragen wurde. Entzündet wurde es in Bethlehem in der Geburtsgrotte Jesu. Mit dem Flugzeug kam es ins österreichische Linz und dann mit dem Zug nach Thüringen. Pfadfinder aus dem ganzen Freistaat waren zum ökumenischen Aussendungsgottesdienst nach Erfurt gekommen. „Ein Funke Mut“- unter diesem Motto steht die Aktion Friedenslicht in diesem Jahr. Mut muss nicht immer laut sein-Mut bedeutet auch, gegen Ungerechtigkeiten aufzustehen. Zum Gottesdienst konnte jeder kommen, der sich so ein Licht gern mitnehmen möchte. Manche direkt zu sich nach Hause, andere verteilen es noch weiter. Am Sonntag darauf wurde das Friedenslicht auf dem Heiligenstädter Marktplatz bei einer Aussendungsfeier durch die Pfadfinder und die Feuerwehr an die zahlreichen erschienenen Menschen verteilt, die ihre Laternen mitgebracht hatten und das Licht voll Vorfreude erwarteten. Pfadfinder überbringen das Friedenslicht in der Thüringer Staatskanzlei am Montag darauf, überbrachten die Pfadfinder aus ganz Thüringen das Friedenslicht auch an unseren Ministerpräsidenten Mario Vogt, der es feierlich in Empfang nahm und von der Staatskanzlei aus weiter verteilte. Er lobt das Engagement der Pfadfinder und betont die Bedeutung des Friedenslichts als Symbol für die Notwendigkeit, die Welt täglich besser zu gestalten. Auch dem Bundestagsabgeordnete David Gregozs und Landtagspräsident Thadäus König wurde das Friedenslicht in der Kreisgeschäftsstelle Heiligenstadt von Pfadfindern vom Stamm St. Aegidien in Heiligenstadt übergeben. Das Friedenslicht aus Bethlehem steht symbolisch für Hoffnung, Frieden und die Weihnachtsbotschaft, indem es ein Licht der Versöhnung und des Miteinanders von der Geburtsgrotte Christi in die Welt bringt. Die Pfadfinderbewegung hat es sich zur Aufgabe gemacht dieses Zeichen des gegenseitigen Verständnisses und der Verantwortung für eine friedliche Welt zu den Menschen zu bringen.
Karola Klingebiel




