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30 Jahre Abenteuer und Gemeinschaft

Jubiläums- Stammeslager auf der Pfadfinderbleibe in Heiligenstadt

Vom 19. bis 21. Juni 2026 feierte der DPSG-Stamm St. Ägidien auf der Pfadfinderbleibe in Heiligenstadt ein ganz besonderes Wochenende: Vor 30 Jahren wurde unser Stamm gegründet – ein Anlass, der gebührend gefeiert werden wollte. Drei Tage voller Abenteuer, Gemeinschaft, neuer Erfahrungen und unvergesslicher Begegnungen lagen vor uns.

Gemeinsamer Start ins Wochenende

Bereits am Freitagnachmittag füllte sich die Pfadfinderbleibe mit fröhlichem Leben. Alle Kinder und Jugendlichen, die sich in unserer Gemeinde engagieren – sei es im Kinderchor oder bei den Messdiener*innen – waren zum gemeinsamen Schuljahresabschluss eingeladen. Unter dem schützenden Jurtendach versammelten sich alle zu Beginn, bevor der Nachmittag mit einem fröhlichen Kennenlernspiel startete.

Abenteuer auf dem Iberg

Anschließend führte uns ein steiler Bergpfad hinauf auf den Iberg. Dort wartete ein spannendes Schmugglerspiel im Wald auf die Teilnehmenden. Kreativität, Erfindungsgeist, Teamarbeit und taktisches Geschick waren gefragt, um die begehrten Kärtchen sicher ins Ziel zu bringen. Nach mehreren aufregenden Spielrunden stand schließlich die Siegergruppe fest und wurde mit großem Applaus gefeiert.

Abendstimmung an der Burgkapelle

Zurück auf der Bleibe erwartete alle leckeres Essen vom Grill. Gut gestärkt machten wir uns anschließend auf den Weg zur alten Burgkapelle. Dort ließen wir den Tag gemeinsam Revue passieren. Mit Liedern, Gebeten und Fürbitten beschlossen wir den Abend in einer stimmungsvollen Atmosphäre.

Lagerfeuer, Gewitter und ein sonniger Morgen

Für die Pfadfinder*innen unseres Stammes begann nun das eigentliche Jubiläumslager. Der Abend klang bei Liedern, Spielen und guter Stimmung am Lagerfeuer aus. In der Nacht zog zwar ein kräftiges Gewitter über die Bleibe hinweg, doch alle waren sicher in ihren Kothen und Yellowstone-Zelten untergebracht. Als am nächsten Morgen die Sonne strahlend über der Bleibe aufging, war das Gewitter längst vergessen.

Kreative Workshops und gemeinsames Anpacken

Nach dem Frühstück starteten die Aktions-Workshops. Dabei konnte jeder seine Talente einbringen und Neues ausprobieren. Eine Gruppe baute eine beeindruckende Kugelbahn durch den Wald – von der alten Burgkapelle bis zum Parkplatz. Dabei mussten besondere Regeln eingehalten werden, sodass viel Kreativität und Erfindergeist gefragt waren.

Eine weitere Gruppe beschäftigte sich intensiv mit den Pfadfinderknoten. Die wichtigsten Knoten wurden geübt, ihre Anwendung besprochen und anschließend auf einem selbst gestalteten Knotenstock befestigt und beschriftet. So können die Knoten auch zuhause weiter geübt werden.

Tatkräftig ging es auch beim Bau einer „Toten Hecke“ rund um die Pfadfinderbleibe zu. Löcher wurden gegraben, Pfähle gesetzt und die Grundlage für ein nachhaltiges Naturprojekt geschaffen. Gleichzeitig kümmerte sich eine weitere Gruppe um die Vorbereitung der Überraschungs-Geburtstagstorte und des Mittagessens. Die Kreativgruppe entwarf und bemalte ein neues Stammestuch für die Pfadfinderbleibe.

Gemeinschaft, Mut und neue Erfahrungen

Bei allen Aktionen war deutlich zu spüren, was Pfadfinden ausmacht: Gemeinschaft und gegenseitige Hilfe. Es wurde viel gelacht, diskutiert und miteinander gearbeitet. Die Älteren unterstützten die Jüngeren, Erfahrungen wurden weitergegeben und neue Freundschaften geknüpft. Wer sich etwas am Anfang nicht zutraute, fand Ermutigung in der Gruppe. So konnten Ängste überwunden, neue Fähigkeiten entdeckt und Selbstvertrauen gewonnen werden.

Wasserspaß statt Freibad

Am Nachmittag stand ursprünglich ein Freibadbesuch auf dem Programm. Doch in einer demokratischen Abstimmung entschieden die Teilnehmenden gemeinsam, lieber auf der Bleibe zu bleiben und Wasserspiele zu veranstalten. Eine Entscheidung, die sich als Volltreffer erwies. Auf einer großen, mit Wasser gefluteten Plane entstand eine rasante Wasserrutsche, die zu den kreativsten und akrobatischsten Rutschmanövern einlud. In den aufblasbaren Pools wurde geplanscht und mit Wasserschwämmen um die Wette geworfen. Der Spaß kannte keine Grenzen.

Die große Jubiläumsfeier im Wald

Am Abend warteten alle auf die große Überraschungs-Geburtstagsparty. Nach dem Abendessen machten wir uns auf den Weg in den Wald. An einer Waldschenke am Ibergrandweg in Richtung Lutter lagerten wir und verbrachten einen fröhlichen Abend mit Spielen und viel Gelächter. Zwei Leitende bereiteten als besondere Überraschung alkoholfreie Jubiläums-Cocktails zu, die sich alle schmecken ließen.

Höhepunkt des Wochenendes: Die Geburtstagstorte

Als die Dämmerung einsetzte und die Lampen entzündet wurden, folgte der Höhepunkt des Abends. Die große Überraschungs-Geburtstagstorte mit einer leuchtenden 30 wurde präsentiert. Gemeinsam sangen wir uns selbst ein Geburtstagsständchen und gedachten derer, die vor 30 Jahren diesen Stamm gegründet haben. Danach ließen wir uns die köstliche Torte gut schmecken. Mit der untergehenden Sonne kehrten wir zurück zur Pfadfinderbleibe, wo der Abend gemütlich am Lagerfeuer ausklang. Für diejenigen, die noch Kraft und Lust hatten, gab es noch eine Nachtwanderung. Die kleine Gruppe versüßte ihre Anstrengung mit einem leckeren Nacht-Schokoladenfondue auf der Maienwand.

Gemeinsamer Gottesdienst am Sonntag

Der Sonntag begann nach dem Frühstück mit einer Wanderung ins „Paradies“ zur Schönstattkapelle. Dort feierten wir gemeinsam mit der Gemeinde den Sonntagsgottesdienst. Die Pfadfinderinnen und Pfadfinder gestalteten die Lesung und die Fürbitten mit. Nach dem Gottesdienst versammelten sich alle zu einem großen Kreis und sangen gemeinsam das Pfadfinderlied mit seinen bekannten Zeichen und Bewegungen.

Abschied und Dankbarkeit

Zurück auf der Bleibe wartete ein leckeres Restemittagessen auf uns, bevor alle gemeinsam beim Zeltabbau und Aufräumen anpackten. Auch hier zeigte sich noch einmal der besondere Geist unseres Verbandes: Jeder hilft mit, jeder übernimmt Verantwortung und gemeinsam gelingt mehr als allein.

So ging ein wunderschönes Jubiläumswochenende zu Ende. Es waren Tage voller Abenteuer, neuer Erfahrungen und wertvoller Begegnungen. Tage, an denen Mut gewachsen ist, Heimweh überwunden wurde, Freundschaften gestärkt wurden und Gemeinschaft spürbar war. Genau das macht Pfadfinden aus: sich auf Neues einlassen, Herausforderungen annehmen, füreinander da sein und die Welt gemeinsam neu entdecken.

Ein herzliches Dankeschön gilt allen Pfadfinderinnen und Pfadfindern, dem Stammesvorstand sowie den Leitenden, die dieses besondere Lager mit viel Engagement vorbereitet und durchgeführt haben.

Gut Pfad!

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