Pfingstlager in Rothmannsthal

Erschienen am 24. Juni 2022 in Stamm Jena "St. Michael"

Mathias Sambale

 

Eigentlich hatten wir vorgehabt, dieses Jahr nach den vielen Pandemieeinschränkungen endlich mal auf das schon lange angestrebte Bundeslager Westernohe zu fahren. Dort war aber der Andrang gleich so groß, dass in kurzer Zeit alles ausgebucht war. Zum Glück fanden wir nach kurzer Krisensitzung bald einen anderen passenden Zeltplatz und so ging am Freitag vor Pfingsten die Fahrt ins Land der Franken nach Rothmannsthal bei Lichtenfels. Schon die Abfahrt war ausgesprochen spannend. Denn das Pfingstwochenende war ja auch der Start für das bundesweit 9-Euro-Ticket, und daher waren die Züge ziemlich überfüllt, so dass ein Teil der Gruppe erst mit einem späteren Zug fahren konnte. Dennoch sind letztlich alle glücklich angekommen, auch eine Gruppe Pfadis aus unserem Patenstamm Weimar, die sich uns angeschlossen hat.

Der erste Abend war kurzzeitig etwas stürmisch und verregnet. Zum Glück hielten aber die durch den Vortrupp schon aufgestellten Zelte. Ansonsten war das Wetter am Pfingstwochenende entgegen der Vorhersagen ziemlich stabil, sodass wir fast alle unsere Pläne umsetzen konnten. Die für den Samstag geplante Schatzsuche mussten wir zwar wegen Baumfällarbeiten auf den Sonntag verschieben. Dafür zogen wir das ursprünglich für Sonntag geplante Geländespiel „Stratego“ auf Samstag vor. Gemäß unserem Motto „Do it yourself“ gab es Samstagnachmittag einige Workshops zu verschiedenen Themen: Lagerbauten, Knoten, Jutetaschen bemalen, Instrumente bauen. Besonders beliebt war das Schnitzen, welches noch am folgenden Tag fortgesetzt wurde. Außerdem haben die Kinder auch einen eigenen Workshop ins Leben gerufen: Bude bauen im Wald. Spannend waren dann zu nächtlicher Stunde auch das Taschenlampenspiel bzw. für die Wölflinge die Gruselwanderung.

Am Sonntag führte uns die geplante Schatzsuche in die Umgebung westlich des Zeltplatzes. Es gab eigene Aufgaben für die unterschiedlichen Altersstufen. Die größeren konnten dabei so einiges erfahren über Geologie und Frühgeschichte der Fränkischen Alb. Nach der Rückkehr war noch etwas Erholungszeit – eine gute Gelegenheit für einige Wölflinge und Jungpfadfinder, sich ein Versprechen zu überlegen, anlässlich der Halstuchverleihung am selben Abend. Überhaupt war der Sonntagabend recht feierlich: vor allem natürlich der durch unseren Diözesankuraten sehr schön vorbereitete Pfingstgottesdienst und ebenso feierlich, aber viel ausgelassener wurde der „bunte Abend“ am Lagerfeuer, bei dem einige der Kleinsten ein erstaunliches Talent zum Improtheater bewiesen.

Die darauffolgende Nacht wurde etwas unruhig. Das lag daran, dass mitten in der Nacht ein Überfall geplant war. Zum Glück nicht auf unser eigenes sondern auf ein benachbartes Zeltlager, das zugleich am anderen Ende des Zeltplatzes stattfand. Einige verirrte Angreifer konnten wir abwenden und auf den rechten Pfad leiten. So hatten jedenfalls auch wir Leitenden noch einen spannenden Programpunkt.

Die Rückfahrt verlief unkompliziert wie geplant. Nur sind einige Gegenstände in den falschen Rucksäcken gelandet, so dass wir noch ein Zeit lang mit Hin- und Hertauschen beschäftigt sein werden.

(von Mathias)

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